25 Jahre BSVB - Jubiläumsjahr

© BSVB
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Gastbeitrag: „Es ist noch nicht zu spät, um allen ein gutes, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr zu wünschen“. Mit diesen Worten begrüßte Bodo Rinas, Vorsitzender des Blinden-und-Sehbehinderten-Verbandes Brandenburg e.V. (BSVB), die 44 Gäste, die am 23. Januar 2015 in die Beratungs- und Geschäftsstelle nach Cottbus gekommen waren. Die Blindenselbsthilfeorganisation im Land Brandenburg begeht in diesem Jahr ihr 25jähriges Jubiläum. Joachim Haar, Geschäftsführer des BSVB, verwies zunächst auf zahlreiche Aktivitäten in den zurückliegenden Monaten. Dazu gehört die Ausgabe von Schablonen zu den Wahlen des Europaparlaments und des Brandenburger Landtags sowie zur Bürgermeisterwahl in Spremberg. Wahlprüfsteine mit 10 Fragen wurden an die im Landtag vertretenen Parteien versandt. Ein Ergebnis ist die Festlegung im Koalitionsvertrag, das Landespflegegeld um 30 % zu erhöhen. Der BSVB erwartet von der Landesregierung die Unterstützung eines Teilhabegesetzes und das Symbol „TBL“ für taubblinde Menschen. Die Urkunde der Bundesregierung für den 2. Platz bei der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der UN „BRK“ mit dem Landesplan und einem überarbeiteten Landesbehindertengleichstellungsgesetz hat uns gefreut. Hat doch auch der BSVB einen Anteil an der Erarbeitung des Planes mit den 8 Handlungsfeldern und 136 Vorschlägen. Allerdings wurde bisher die Umsetzung der BRK in dem Bereich inklusiver Bildung zu einseitig bewertet. Wo bleiben die anderen lebenswichtigen Aspekte? J. Haar verwies auf die erfolgreiche Tätigkeit der Integrationsfachdienste für blinde und sehbehinderte berufstätige Menschen und für blinde und sehbehinderte Schüler der 8. und 9. Klassen. In diesem Jubiläumsjahr wird der Verband alle seine Veranstaltungen unter dem Motto „25 Jahre BSVB“ stellen. Anwesende Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Dr. Peter Schulze CDU und Dietmar Löhr, Die Linke, Bürgermeister oder ihre Stellvertreter von Drebkau, Spremberg, Forst und die ersten  Beigeordneten von Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße sind von den Vorhaben beeindruckt. Dazu gehören ein Taubblindentreffen, Gesprächsrunden über Smartphone, Thermomix und Patientenrechte. Bereits im Januar fanden die 20. Pokalkegelmeisterschaften des BSVB statt. In 2 Seminaren in Königs Wusterhausen und in Oranienburg wird klargestellt, wie man Schreiben auf dem PC barrierefrei verfassen kann. Das Servicepersonal von Hotels wird vom BSVB für den qualifizierten Umgang mit blinden und sehbehinderten Gästen geschult. In einer Personalschulung wird sich der BSVB um seine ehrenamtlichen Nachwuchsmitarbeiter kümmern. „Das BSVB-Magazin“, die elektronische Hörzeitschrift des Verbandes, wird ab diesem Jahr nicht nur 4 Mal sondern 7 Mal erscheinen. Forschungsprojekte der BTU Cottbus –Senftenberg, unter der Leitung von Prof. Dr. Ing. Irene Krebs, die vom BSVB unterstützt werden, befassen sich mit dem Thema Wahlen im Internet und mit den Möglichkeiten der Nutzbarkeit des Personalausweises für blinde und sehbehinderte Menschen am PC. Wenn sich Spremberg um die Landesgartenschau bewirbt, könnte ein Reliefstadtführer für blinde und sehbehinderte Menschen erarbeitet werden. Ebenso ist der Plan, für den Ostdeutschen Rosengarten in Forst einen tastbaren Parkführer anzufertigen noch nicht vom Tisch. An der Brandenburgischen Schule für Blinde und Sehbehinderte in Königs Wusterhausen wird es im kommenden Jahr drei 11. Klassen geben. Mit den Worten „Es wächst zusammen, was zusammen gehört“ verweist Diana Zehl, Stellv. Direktorin, auf eine bessere Zusammenarbeit zwischen Schule und Internat. Noch vor Kurzem sollte in K.W. der Abiturstufenteil der Schule für Blinde und Sehbehinderte aus Mangel an Schülern geschlossen werden.

 

Der Höhepunkt ist eine Festveranstaltung am 16. Oktober 2015, zu der die Ministerin Diana Golze ihre Teilnahme bereits zugesagt hat. Für die aktiven ehrenamtlichen Mitarbeiter, die von Anfang an dabei sind, wird der Landesvorstand eine Ehrenurkunde stiften.

 

Jürgen Dusel, Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen bei der Landesregierung überbrachte die Grüße der Ministerin Frau Golze. Er würdigt die Arbeit des BSVB als einen wichtigen Bestandteil der Politik des Landes Brandenburg. Es geht nicht nur um Sozialpolitik, sondern auch um Arbeit und um Gerechtigkeit. Da kommt es schon einmal vor, dass man sich als Interessenvertreter unbeliebt macht, aber das gehört dazu.    

 

Joachim Haar, betont, dass er mit dem Beschluss des Landesbehindertenbeirat die Doppelfunktion von Jürgen Dusel als Landesbeauftragter und als Referatsleiter abzuschaffen, nicht einverstanden ist. Noch nie war ein Beauftragter so wirksam und erfolgreich tätig. Erstmalig konnte der Beauftragte direkten Einfluss auf die Politik nehmen.

 

Ein besonderer Dank gilt allen Helfern und Freunden des BSVB. Ohne ihre Unterstützung wäre so Manches nicht möglich geworden. So betreuen Hans Wingen und Michael Wendel mit ihrem Steuerbüro seit 1990 den BSVB. Seit dem Jahr 2010 führt der BSVB seine landesweiten Veranstaltungen im Hotel Radisson Blu in Cottbus durch. Dort finden wir die besten Voraussetzung für unsere Tagungen vor. Im Jahr 2014 erhielt der BSVB vom Integrationsamt einen unbefristeten Vertrag für die Trägerschaft von Integrationsfachdiensten. In diesem Zusammenhang verweist J. Haar auf die jahrelange sehr gute Zusammenarbeit mit Frau Inge Höhne und ihren Mitarbeitern der Agentur für Arbeit in Cottbus. Für einen  Berufsfindungspass für Menschen mit Behinderungen wird der BSVB die Übersetzung in Brailleschrift sowie auf CD anfertigen. An dieser Stelle senden wir einen besonderen Gruß an Augenärztin Frau Dr. Heike Petersen. Obwohl sie seit einigen Jahren in der Schweiz arbeitet, nimmt sie seit 2001 jährlich an den wissenschaftlichen Symposien des BSVB mit interessanten Vorträgen teil. Ein Dank gilt der Augenoptikermeisterin Heike Woucznack mit ihrem Sohn Brian Fröhlich und ihren Mitarbeiterinnen dafür, dass sie in Spremberg jedes Jahr besondere Aktivitäten zum Tag der Sehbehinderten organisieren.

 

Die Liste ist lang. Es besteht die Gefahr, wichtige Menschen zu vergessen, weil einiges schon so selbstverständlich geworden ist, dass es im Altag untergeht. Sie alle sollen in diesem Jubiläumsjahr in den Gruppen und auf Landesebene gewürdigt werden.  

 

Weitere Informationen zum Blinden-und-Sehbehinderten-Verband Brandenburg e.V. finden Sie unter: bsvb.de

 

Joachim Haar

Geschäftsführer des Blinden-und-Sehbehinderten-Verband Brandenburg e.V.

Adresse von der Augenoptik Lange Straße Meisterbetrieb Heike Woucznack in Spremberg

Augenoptik Lange Straße

Meisterbetrieb Heike Woucznack

Lange Straße 27

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