optometrische Augenuntersuchung


Um Sie und Ihre Augen optimal mit Sehhilfen versorgen zu können, führen wir vor jeder Beratung eine umfangreiche Augenuntersuchung durch.

 

Unsere optometrische Augenuntersuchung beinhaltet neben der Augenglasbestimmung zusätzliche Gesundheitsvorsorge-Screenings. Dazu überprüfen wir unter andrem Ihren vorderen und hinteren Augenabschnitt, vermessen das Gesichtsfeld und messen den Augeninnendruck. Darüber hinaus prüfen wir wichtige Sehfunktionen, um die Leistungsfähigkeit Ihrer Augen zu ermitteln.

 

Unsere Augenuntersuchung dauert bis zu 60 Minuten und besteht, je nach Zustand Ihrer Augen, aus den folgenden 10 Punkten:


1 Anamnese

Die Anamnese liefert uns relevante Informationen über Ihre Gesundheit.

 

Hierzu beantworten Sie Fragen über Ihre allgemeine Gesundheit und Ihre Augengesundheit.

 

Sie können die Anamnese unterstützen in dem Sie vorhandene Unterlagen von Ihren Augenoperationen und Ihren Augenmedikamenten mitbringen. 

optometrische Anamnese zur Medikamenteneinnahme

2 Gesundheitsvorsorge-Screenings

Ihre persönliche Augenuntersuchung beinhaltet mehrere Gesundheitsvorsorge-Screenings. Diese können dazu beitragen unentdeckte Auffälligkeiten an Ihren Augen aufzudecken.

 

Das Ziel dieser Screenings ist die Früherkennung von sehschärfemindernden Auffälligkeiten welche gegebenenfalls eine zusätzliche Untersuchung beim Hausarzt und Augenarzt bedürfen. 

Glaukom-Screening

Zum Screening von Auffälligkeiten des Sehnerven nutzen wir die Vermessung des Gesichtsfeldes (Perimetrie), die Messung des Augeninnendrucks (Rebound-Tonometrie) und die optomap® Ultra-Weitwinkel-Netzhautbildgebung.

Katarakt-Screening

Zum Screening von Auffälligkeiten der Augenlinse nutzen wir ein Spaltlampenmikroskop und die optomap® Ultra-Weitwinkel-Netzhautbildgebung.

Keratokonus-Screening

Zum Screening von Auffälligkeiten der Hornhaut nutzen wir ein Spaltlampenmikroskop und einen Hornhaut-Topografen.

Makula-Screening

Zum Screening von Auffälligkeiten der Makula nutzen wir die Vermessung des Gesichtsfeldes, den Amsler-Gitter-Test, die optomap® Ultra-Weitwinkel-Netzhautbildgebung und optomap® Fundusautofluoreszenz.

Vermessung des Gesichtsfeldes als Teil des Glaukom-Screenings

3 Sehanalyse

Die Sehanalyse liefert uns wichtige Informationen zum aktuellen Status und zur Historie Ihre Sehstörung, Fehlsichtigkeit und bisher genutzten Sehhilfen.

 

Dazu beantworten Sie Fragen zu Ihren Beobachtungen und beschreiben den Beginn und Verlauf Ihrer aktuellen Beschwerden.

 

Sollten Sie das erste Mal bei uns sein, können Sie die Sehanalyse unterstützen in dem Sie vorhandene Unterlagen von Ihren bisher genutzten Sehhilfen (z. B. die Rechnungsunterlagen) mitbringen.

optometrische Sehanalyse und Ermittlung der freien Sehschärfe

4 Funktionsprüfung

Eine Funktionsprüfung erlaubt uns die Beurteilung von wichtigen Augen- und Sehfunktionen und ermöglicht einen ersten Überblick über das Ausmaß Ihrer Sehstörung.

 

Dazu prüfen wir je nach Sehstörung unter andrem Ihre Pupillenreaktion, die Bewegung Ihrer Augen und weitere wichtige Funktionen.

Funktionsprüfung von wichtigen Augen- und Sehfunktionen

5 Augenglasbestimmung

Bei der Augenglasbestimmung wird Ihre Fehlsichtigkeit erst objektiv mit einem Autorefraktometer oder gegebenenfalls mit einem Skiaskop vermessen und anschließend subjektiv durch Messgläsern ausgeglichen. 

 

Dazu beantworten Sie Fragen zu Ihrem Seheindruck, lesen unterschiedlichste Sehzeichen vor und beurteilen, ob sich die Sehschärfe mit den Messgläsern verbessern lässt.

Abgleich der Messgläser bei der Augenglasbestimmung

6 Binokularprüfung

Die Prüfung des Binokularsehens ermöglicht eine detaillierte Aussage zur Funktions- und Leistungsfähigkeit des Sehens und ermöglicht eine Klassifikation von Binokularstörungen.

 

Die Prüfung des Binokularsehens dient der Feststellung und gegebenenfalls der Korrektion von Sehstörungen zur Reduktion von asthenopischen Beschwerden und zur Verbesserung der visuellen Leistungsfähigkeit.

 

Binokularstörungen können unter andrem Überlastungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Doppelbilder verursachen. 

Binokularprüfung zum Zusammenspiel beider Augen

7 Beurteilung des vorderen Augenabschnitts

Die Untersuchung des vorderen Augenabschnittes beinhaltet die Prüfung und die Beurteilung der einzelnen Bestandteile des vorderen Augenabschnitts.  Dies dient der Feststellung allgemeiner und sehleistungsmindernder Auffälligkeiten, der Prüfung auf Transparenz der brechenden Medien sowie dem Feststellen von Augenerkrankungen. Dazu nutzen wir ein Spaltlampenmikroskop und einen Hornhaut-Topografen.

Spaltlampenmikroskop

Das Spaltlampenmikroskop erlaubt uns unter anderem die Analyse Ihres Tränenfilms und die Beurteilung der brechenden Medien wie zum Beispiel der Augenlinse.

Hornhaut-Topograf

Die Vermessung Ihrer Hornhaut mit einem Topografen ermöglicht uns die Analyse von Teilen der Augenoberfläche. Dies erlaubt zum Beispiel die Auswertung einer Hornhautverkrümmung.

Beurteilung des Auges mit dem Spaltlampenmikroskop

8 Beurteilung des hinteren Augenabschnitts

Die Untersuchung des hinteren Augenabschnittes beinhaltet die Prüfung und Beurteilung der einzelnen Bestandteile des hinteren Augenabschnitts. Dies dient der Feststellung allgemeiner und sehleistungsmindernder Auffälligkeiten, Augenerkrankungen und systemischen Erkrankungen. Dafür nutzen wir neben der Ophthalmoskopie die einzigartige optomap® Ultra-Weitwinkel-Netzhautbildgebung. 

Ophthalmoskopie

Die Ophthalmoskopie ermöglicht uns die Beurteilung aller einsehbaren Teile Ihres Auges. Hierbei kann die zentrale Netzhaut in einem Winkel von bis zu 10 Grad betrachtet werden.

optomap® Ultra- Weitwinkel- Netzhautbildgebung

Die optomap® Ultra-Weitwinkel-Netzhautbildgebung erlaubt uns im Vergleich zur Ophthalmoskopie einen größeren Einblick von bis zu 200 Grad auf die Netzhaut. Diese einzigartige Untersuchungstechnik liefert uns viele wertvolle Zusatzinformationen über den Zustand Ihrer Augen und ist auch ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitsvorsorge-Screenings.

Beurteilung der Netzhaut mit Unterstützung der optomap® Ultra-Weitwinkel-Netzhautbildgebung

9 Auswertung der Ergebnisse

Zum Ende Ihrer persönlichen Augenuntersuchung besprechen wir mit Ihnen ausführlich alle Ergebnisse. Wir zeigen Ihnen dazu auch alle Aufnahmen, die wir von Ihren Augen angefertigt haben und beantworten all Ihre Fragen.

 

Sollten wir durch unserer optometrischen Augenuntersuchung und Gesundheitsvorsorge-Screenings Auffälligkeiten an Ihren Augen aufdecken, werden wir Ihnen einen Kurzbrief aushändigen. Dieser soll Ihren Hausarzt und Augenarzt anschließend bei der Abklärung der Auffälligkeiten und Diagnosestellung unterstützen.

Auswertung der Ergebnisse und Blick in das Auge

10 Versorgungsempfehlung

Im Anschluss an die Abschlussbeurteilung erhalten Sie von uns eine persönliche Versorgungsempfehlung die auf den Ergebnissen Ihrer Augenuntersuchung basiert. Dabei erklären wir Ihnen mit welchen Brillen, Kontaktlinsen, Speziallinsen und vergrößernden Sehhilfen Sie Ihre Sehstörung und Fehlsichtigkeit am effizientesten ausgleichen können.

 

Nun haben wir alle Daten die wir für Ihre optimale und sichere Versorgung benötigen und können Ihnen Ihre neue Sehhilfe anpassen.

Versorgungsempfehlung auf Basis der optometrischen Augenuntersuchung

Wie oft sollten Augen untersucht werden?

Grundsätzlich gilt: Sollten Sie selbst eine Änderung Ihrer Sehschärfe oder eine Sehstörung feststellen, empfiehlt sich eine zeitnahe Augenuntersuchung. Zur sicheren Abklärung sollte auch immer der hintere Augenabschnitts beurteilt werden.

 

Allgemein gilt: Die Augen sollten regelmäßig untersucht werden. Besteht bei Ihnen kein erhöhtes Risiko für Sehstörungen oder Augenerkrankungen gilt folgende allgemeine Empfehlung [Quelle 1]:

Babys & Kleinkinder

Alter: Geburt bis 2 Jahre

Augenuntersuchung beim Augenarzt: im Alter von 6 bis 12 Monaten

Kinder

Alter: 3 bis 5 Jahre

Augenuntersuchung beim Augenarzt: mindestens einmal zwischen 3 und 5 Lebensjahr

Schulkinder

Alter: 6 bis 13 Jahre

Augenuntersuchung: vor der Einschulung und anschließend jährlich


Jugendliche

Alter: 14 bis 17 Jahre

Augenuntersuchung: jährlich

Erwachsene

Alter: 18 bis 64 Jahre

Augenuntersuchung: alle 2 Jahre

Senioren

Alter: 65 Jahre und älter

Augenuntersuchung: jährlich


Hinweis zur optometrischen Augenuntersuchung

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass eine optometrische Augenuntersuchung nicht mit einer augenärztlichen Untersuchung verwechselt werden darf und eine solche im Einzelfall auch nicht ersetzt.

Quellen

[1] American Optometric Association. Recommended Eye Examination Frequency for Pediatric Patients and Adults. Hyperlink vom 01.07.2019: https://www.aoa.org/patients-and-public/caring-for-your-vision/comprehensive-eye-and-vision-examination/recommended-examination-frequency-for-pediatric-patients-and-adults

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