optometrische Untersuchung

Augenuntersuchung

Unsere optometrische Untersuchung ist im Gegensatz zu einem einfachen Sehtest, bei dem häufig nur die Fehlsichtigkeit berücksichtigt wird, deutlich umfangreicher. Sie beinhaltet verschiedene Augenuntersuchungen, um unter anderem Risiken für Ihre Augengesundheit aufzudecken. 

 

Die Ergebnisse Ihrer optometrischen Untersuchung liefern uns alle Daten die wir für Ihre optimale und sichere Versorgung mit Brillengläsern, Kontaktlinsen und vergrößernden Sehhilfen benötigen. 

optometrische Gesundheitsvorsorge

Auch wenn Sie gut sehen können, ist eine umfassende Augenuntersuchung wichtig, um den Gesundheitszustand Ihrer Augen zu prüfen.

Ihre Netzhaut besitzt kein Schmerzempfinden, sodass Sie potenzielle Probleme unter Umständen nicht bemerken können. 


Unserer optometrische Untersuchung im Detail

Für viele Menschen in Deutschland ist die Optometrie und die damit verbundene optometrische Untersuchung, eine völlig neue Erfahrung. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen den Inhalt unserer Augenuntersuchung genauer erklären. 

Unsere optometrische Untersuchung dauert in der Regel zwischen 45 und 60 Minuten und beinhaltet die folgenden Bestandteile:

Anamnese

Die Anamnese liefert uns relevante Informationen über Ihren Gesundheit. Hierzu beantworten Sie Fragen zu Ihrer allgemeinen Gesundheit und Augengesundheit.

Sehanalyse

Während der Sehanalyse beantworten Sie Fragen zu Ihrer Sehstörung (z.B. Doppeltsehen, Blitze, Ermüdung am Bildschirm, etc.) und können uns Ihre Wünsche und Bedürfnisse mitteilen. 

Funktionsprüfung

Die Funktionsprüfung erlaubt uns die Beurteilung Ihrer wichtigsten Augen- und Sehfunktionen und erlaubt uns einen ersten Überblick über den Zustand Ihrer Augen. 


Screening

Unsere optometrische Augenuntersuchung beinhaltet mehrere Screenings zur optometrischen Gesundheitsvorsorge. Diese Screenings können dazu beitragen, eventuelle Auffälligkeiten oder Erkrankungen an Ihren Augen auf zudecken, welche im Anschluss einer zusätzlichen fachärztliche Untersuchung bedürfen.

 

Glaukom-Screening (grüner Star): Zum Glaukom-Screening nutzen wir unter anderem die FDT-Perimetrie zum Aufdecken von Gesichtsfeldausfällen, die sanfte Icare®- Tonometrie zur Bestimmung des Augeninnendrucks sowie die Beurteilung der Sehnerven per Ophthalmoskopie und der optomap® Ultra- Weitwinkel- Netzhautbildgebung.

 

Screening für Auffälligkeiten der Makula (Netzhautzentrum): Zum Screening für Auffälligkeiten der Makula nutzen wir unter anderem die FDT-Perimetrie sowie den Amsler-Gitter-Test zum erkennen von Gesichtsfeldausfällen, die Ophthalmoskopie und die optomap® Ultra- Weitwinkel- Netzhautbildgebung zur Beurteilung der Netzhaut sowie die optomap® Fundusautofluoreszenz.

 

Katarakt-Screening (grauer Star): Zum Katarakt-Screening nutzen wir ein Spaltlampenmikroskop um den vorderen Augenabschnitt beurteilen zu können und testen gegebenenfalls die Kontrastempfindlichkeit mit speziellen Sehtests.


Beurteilung des vorderen Augenabschnitts

Zur Beurteilung Ihres vorderen Augenabschnitts nutzen wir in unserer optometrischen Untersuchung unter anderem ein Spaltlampenmikroskop und einen Topographen.

 

Beurteilung mit dem Spaltlampenmikroskop: Die Beurteilung mit dem Spaltlampenmikroskop erlaubt uns unter anderem die Analyse des Tränenfilms und darüber hinaus auch die Inspektion der Lider, Bindehaut, Lederhaut, Hornhaut, Regenbogenhaut und Augenlinse.

 

Anlayse der Hornhautoberfläche mit dem Topographen: Die Hornhaut Ihrer Augen ist mit Abstand die am stärksten brechende Linse im System Auge. Um Sehstörungen an dieser empfindlichen Linse präzise ausgleichen zu können, vermessen wir jede Hornhaut mit dem Topographen. Dieser kann die Hornhautoberfläche an bis zu 22.000 Messpunkten vermessen und analysiert deren Eigenschaften. Die hierdurch gewonnenen Zusatzinformationen erlauben uns unter anderem die präzise Korrektion von Hornhautverkrümmungen.

Zusätzlich erlaubt uns der Topograph auch die sichere Anpassung von Kontaktlinsen und Speziallinsen an Ihre Hornhautoberfläche und erlaubt darüber auch das Aufdecken von seltenen Hornhauterkrankungen, wie dem Keratokonus.


Beurteilung des hinteren Augenabschnitts

Zur Beurteilung des hinteren Augenabschnitts nutzen wir in unserer optometrischen Untersuchung die Ophthalmoskopie und einzigartige optomap® Ultra- Weitwinkel- Netzhautbildgebung. Dies erlaubt uns unter anderem den Blick auf Ihre Netzhaut.

 

Ophthalmoskopie

Die Ophthalmoskopie oder auch Fundoskopie erlaubt uns die Inspektion aller einsehbaren Teile Ihres hinteren Auges. Hierbei kann die zentrale Netzhaut in einem Winkel von bis zu 15 Grad betrachtet werden.

 

optomap® Ultra- Weitwinkel- Netzhautbildgebung

Die optomap® Ultra- Weitwinkel- Netzhautbildgebung erlaubt uns im Vergleich zur Ophthalmoskopie einen bedeutend größeren Einblick, von bis zu 200 Grad, auf Ihre Netzhaut. Diese einzigartige Untersuchungstechnik erlaubt uns aktuell nicht nur den größt möglichen Blick auf die Netzhaut, sondern liefert uns darüber hinaus auch viele weitere Zusatzinformationen. Zum Beispiel können wird Dank der optomap® Fundusautofluoreszenz auch den aktuellen Zustand der Makula (Netzhautzentrum) beurteilen.

 

Alle optomap®-Aufnahmen von Ihren Augen werden von uns für zukünftige optometrische Augenuntersuchungen gespeichert und stehen für den späteren Vergleich zur Verfügung.


Augenglasbestimmung

Bei der Augenglasbestimmung bzw. Refraktion wird Ihre Fehlsichtigkeit erst objektiv vermessen und anschließend subjektiv durch Messgläser ausgeglichen. Hierzu nutzen wir unter anderem die Autorefraktometie und Skiaskopie.

Binokularprüfung

Bei der Binokularprüfung testen wir das Zusammenspiel Ihrer Augen und beurteilen das räumliche Sehen. Sehstörungen beim Binokularsehen können unter anderem zu Störungen bei der Bildschirmarbeit führen. 

Abschlussbeurteilung

Zum Ende der optometrischen Untersuchung besprechen wir mit Ihnen die Ergebnisse und zeigen Ihnen alle Aufnahmen, die wir von Ihren Augen angefertigt haben. Anschließend beantworten wir all Ihre Fragen.


Versorgungsempfehlung

Im Anschluss an die Abschlussbeurteilung erhalten Sie von uns eine individuelle Versorgungsempfehlung. Diese basiert auf den Ergebnissen Ihrer optometrischen Untersuchung. Dabei erklären wir Ihnen mit welchen Brillengläsern, Kontaktlinsen oder vergrößernden Sehhilfen Sie Ihre Sehstörung am effizientesten ausgleichen können.

 

Sollten wir während unserer umfangreichen optometrischen Augenunteruschung unbekannte Auffälligkeiten oder Erkrankungen an Ihren Augen aufdecken, werden wir Ihnen einen Kurzbrief, mit unserem Verdacht, aushändigen. Dieser soll Ihren Hausarzt oder Augenarzt bei der Abklärung und Diagnose unterstützen.


Wie oft sollten Augen untersucht werden?

Grundsätzlich gilt: Sollten Sie eine Verschlechterung Ihrer Sehschärfe oder eine Sehstörung feststellen, empfiehlt sich eine zeitnahe Augenuntersuchung.

 

Allgemein gilt: Die Augen sollten regelmäßig untersucht werden. Besteht bei Ihnen kein erhöhtes Risiko für Sehstörungen oder

die Gefahr von Augenerkrankungen gilt folgende allgemeine Empfehlung [Quelle 1]:

Säuglinge

Alter: Geburt bis 1 Jahr

Augenuntersuchung: zur Geburt und im Alter von 6 bis 12 Monaten

Kinder

Alter: 1 bis 5 Jahre

Augenuntersuchung: mindestens einmal zwischen 3 und 5 Lebensjahr

Schulkinder

Alter: 6 bis 13 Jahre

Augenuntersuchung: jährlich


Jugendliche

Alter: 14 bis 17 Jahre

Augenuntersuchung: jährlich

Erwachsene

Alter: 18 bis 64 Jahre

Augenuntersuchung: alle 2 Jahre

Senioren

Alter: ab 65 Jahren

Augenuntersuchung: jährlich


Hinweis zur optometrischen Untersuchung

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass eine optometrische Untersuchung nicht mit einer augenärztlichen Untersuchung verwechselt werden darf und eine solche im Einzelfall auch nicht ersetzt.

Quellen

[1] American Optometric Association. Recommended Eye Examination Frequency for Pediatric Patients and Adults. Hyperlink vom 01.09.2018: https://www.aoa.org/patients-and-public/caring-for-your-vision/comprehensive-eye-and-vision-examination/recommended-examination-frequency-for-pediatric-patients-and-adults

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