Low Vision


In Deutschland benötigen zwei Drittel der Bevölkerung eine Brille oder Kontaktlinsen zum optimalen Sehen. Für rund sechs Millionen Menschen reichen diese Sehhilfen jedoch nicht mehr aus, um Zeitungsdruck lesen zu können. Sie sind Sehbehindert oder Blind. 

Was ist Low Vision?

Als Low Vision (wörtlich: schwaches Sehen) wird der Bereich in der Augenoptik und Optometrie bezeichnet welcher sich mit Sehstörungen und Beeinträchtigungen beschäftigt welche häufig durch Augenerkrankungen verursacht werden.

 

Der Begriff Low Vision beschränkt sich nicht nur auf die Sehschärfe, sondern bezieht auch eine Reihe weiterer wichtiger Sehfunktionen wie das Kontrastsehen, das Farbensehen und das das Gesichtsfeld mit ein.

 

Das Ziel von Low Vision ist es die Leistungsfähigkeit der Augen zu verbessern. Meist gelingt dies mit einer angemessenen Beleuchtung, vergrößernden Sehhilfen und Hilfsmitteln.

 

Ebenso können im Rahmen einer Low Vision-Rehabilitation Strategien erlernt werden, um alltägliche Tätigkeiten besser bewältigen zu können. Hierzu gehört zum Beispiel das erlernen der Blindenschrift so wie die Handhabung eines Blindenstocks.


Wem hilft Low Vision?

Low Vision kann bei allen Menschen zum Einsatz kommen, deren Sehvermögen durch Brillen und Kontaktlinsen nicht ausreichend verbessert werden kann.

 

 

Leider gibt es für viele Augenerkrankungen, die oft im Alter auftreten, derzeit keine Heilungsmöglichkeiten. Ältere Menschen, die mit stärker werdenden Sehstörungen konfrontiert werden, brauchen daher eine besondere Versorgung. Viele denken, dass schlechtes Sehen zum Älter werden dazugehört. Dies ist zum Teil richtig, jedoch kein Grund, sich mit der Sehstörung tatenlos abzufinden. Es erfordert aber die Bereitschaft, sich mit der Low Vision und vergrößernden Sehhilfen auseinanderzusetzen, denn das Sehen, wie es früher war, ist in der Regel nicht wieder herstellbar. Aber die Wahrnehmung lässt sich nahezu immer verbessern.

 

Low Vision ist immer dann eine Alternative, wenn medizinische Maßnahmen, keine weiteren Besserungen bringen.

 

Häufig betreuen wir Menschen, welche von einer diabetischen Retinopathie, einem Glaukom, einer Katarakt, einer Makuladegneration, einer hohen Myopie, einer Netzhautdystrophie und/oder einer Netzhautablösung betroffen sind. 

 

Low Vision hilft auch vielen sehbehinderten und blinden Kindern und Jugendlichen, die einen erhöhten Bedarf im Bereich der visuellen Versorgung in der Schule und dem Studium haben.

Wie wirkt sich Sehbehinderung aus?

Die Sehstörungen können sich, je nach Zusand der Augen, sehr unterschiedlich auswirken.

 

Die meisten Menschen klagen über die herabgesetzte Sehschärfe und ein eingeschenktes Gesichtsfeld.

 

Eine Sehschärfe von beispielsweise fünf Prozent kann bedeuten, dass der betroffene Mensch ein Objekt erst aus fünf Meter Entfernung sieht, welches ein Mensch mit optimaler Sehschärfe bereits aus 100 Meter erkennen kann. Diese Menschen kann dank Low Vision geholfen, sodass sie ihren Alltag leichter bewältigen zu können.

© Woche des Sehens  @ YouTube


Wie unterscheidet sich Sehbehinderung von Blindheit?

Sehbehinderung

Eine Sehbehinderung ist eine meist dauerhafte Einschränkung der visuellen Wahrnehmung. Diese wird nach dem Schweregrade eingeteilt. Diese Einteilung orientiert sich in der Regel an der verbliebenen Sehschärfe des besseren Auges. 

 

In Deutschland zählt laut Gesetz ein Mensch als Sehbehindert wenn er auf dem besseren Auge mit der best möglichsten Brille oder Kontaktlinse eine Sehschärfe von lediglich dreißig Prozent (Visus 0,30) erreicht. Erreicht er nur fünf Prozent (Visus 0,05) sprechen wir von einer hochgradigen Sehbehinderung. Sinkt die Sehleistung auf zwei Prozent (Visus 0,02) zählt der Mensch als Blind.

 

An dieser Stelle sei jedoch angemerkt das eine Sehleistung von unter 60 Prozent (Visus 0,63) bereits zu erheblichen Schwierigkeiten im Alltag führen kann.

Blindheit

Die ausgeprägteste Form einer Sehbehinderung ist die Blindheit. 

 

Bei Sehbehinderung und Blindheit können die betroffenen Menschen einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Dieser trägt das Merkzeichen Bl für Blindheit oder TBl für Taubblindheit. Diese Merkzeichen können vollständig erblindete Personen und Personen, bei denen die Gesamtsehschärfe beidäugig maximal 2 Prozent (Visus 0,02) beantragen.

 

Ebenso erhalten sehbehinderte Menschen dieses Merkzeichen, bei denen eine dieser Sehschärfe gleichzuachtende Sehstörung vorliegt. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn das Gesichtsfeld erheblich eingeschränkt ist.


Welche Arten von vergrößernden Sehhilfen gibt es?

Wenn wir über vergrößernde Sehhilfen sprechen, denken viele Menschen erst einmal an eines der ältesten optischen Hilfsmittel. Die Lupe. Neben der klassischen Lupe stehen uns heute eine ganze Reihe weiterer Hilfsmitteln zur Verfügung. Alle haben eines gemein, sie vergrößern Objekte und ermöglichen dadurch eine größere Abbildung.

 

Ja nach Zustand des Auges können sowohl optische als auch elektronische vergrößernde Sehhilfen zum Einsatz kommen.

 

Die optischen vergrößernden Sehhilfen zu denen Lupen, Lupenbrillen und Fernrohrlupenbrillen zählen, kommen bei einer leicht herabgesetzten Sehschärfe und bei Sehbehinderung zum Einsatz.

 

Bei hochgradigen Sehstörungen, Sehbehinderung und Blindheit kommen auch elektronische Hilfsmittel zum Einsatz. Hierzu zählen elektronische Lupen, Bildschirmlesegeräte und Vorlesegeräte.


Wie läuft die Low Vision-Versorgung ab?

Bevor wir mit einer Low Vision-Versorgung beginnen, führen wir immer eine umfangreiche optometrische Untersuchung durch. Diese beinhaltet eine Reihe von Screenings, einschließlich der Überprüfung der wichtigsten Sehfunktionen wie z.B. die Prüfung das Gesichtsfeldes. 

 

Auf Basis der Ergebnisses können im Anschluss an die optometrische Untersuchung die erste vergrößernde Sehhilfen ausgewählt und erprobt werden. Dabei wird die Handhabung der Hilfsmittel erklärt, trainiert und getestet, ob die jeweilige vergrößernde Sehhilfe die Sehschärfe verbessert und die Sehstörung beheben kann.

Unsere Partner helfen weiter

Auf Wunsch stellen wir für betroffene Menschen und Ihre Familien Kontakt zu unseren Partnern her. Hierzu zählen unter anderem der Blinden-und-Sehbehinderten-Verband Brandenburg e.V. und die Deutsche Zentralbücherei für Blinde. Unsere Partner bieten betroffenen Menschen und Ihren Familien unabhängige Hilfe sowie Beratung in sozialen und rechtlichen Fragen.

Aktuelle Informationen

Weitere Informationen zum Thema vergrößernde Sehhilfen finden Sie in unserem Blog.

Adresse von der Augenoptik Lange Straße Meisterbetrieb Heike Woucznack in Spremberg

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