Wie die Sonne unseren Augen schadet

von Brian Fröhlich

 

Beim Thema Sonnenschutz denken viele Menschen automatisch an die Haut. Doch auch unsere Augen können unter UV-Strahlung leiden.

 

Der ungeschützte und direkte Blick in die Sonne kann schon in wenigen Sekunden bleibende Schäden am Auge hervorrufen. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen beschreiben, welche wirksamen Maßnahmen es gibt, um unsere Augen vor UV-Strahlung zu schützen.

 

In Mitteleuropa reichen die natürlichen Schutzmechanismen unserer Augen aus, um längere Zeit auch an sonnigen Tagen im Freien zu verbringen. Hier bieten die Augenbrauen, Wimpern, ein vermehrtes Blinzeln und Zusammenkneifen der Lider äußeren Schutz. Zusätzlich wird der Lichteinfall in das Auge automatisch durch die Pupille begrenzt.  

Anders ist die Situation jedoch im Gebirge, am See oder Meer und an sehr sonnigen Tagen. Hier kann die intensive Sonnenstrahlung durchaus akute und auch dauerhafte Schäden am Auge verursachen.

Was ist UV-Strahlung?

Als Ultraviolettstrahlung (kurz UV oder UV-Strahlung) wird die unsichtbare elektromagnetische Strahlung unserer Sonnen bezeichnet. UV-Strahlung wird vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen, da sie von der Hornhaut und Linse des Auges vollständig absorbiert wird. Diese absorbierenden Teile unseres Auges sollen unsere Netzhaut im Inneren des Auges vor Schäden der energiereichen UV-Strahlung schützen..

Innerer Sonnenschutz des Auges

Licht, speziell UV-Strahlung, löst in Abhängigkeit von der Dosis in der Augenlinse fotodynamische oxidative Prozesse aus, die zu einer Trübung der Linse führen. Die daraus entstehende Augenkrankheit wird als Katarakt oder grauer Star bezeichnet. In Deutschland sind rund 10 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen (Quelle: Gesellschaft für Augenheilkunde, Weißbuch zur Situation der ophthalmologischen Versorgung in Deutschland, September 2012). Die Katarakt äußert sich häufig durch die Abnahme der Sehschärfe und durch die Zunahme der Blendempfindlichkeit. Gleichzeitig wirkt die Linsentrübung jedoch auch als natürlicher UV-Schutzfilter und sichert dadurch die Netzhaut des Auges vor UV-Strahlung. Glücklicherweise kann die Katarakt bei fast allen Menschen operativ behandelt werden. Andernfalls würde den Betroffenen die Erblindung drohen. Nach der Katarakt-Operation, bei der die Linse entfernt wird, geht auch der Strahlungsschutz des Auges verloren. Aus diesem Grund sollte nach der Operation dringend auf einen geeignete Sonnen- beziehungsweise Lichtschutzbrille geachtet werden.

Die richtige Sonnenbrille

Jede Sonnen- beziehungsweise Lichtschutzbrille sollte die UV-Strahlung vollständig filtern. Die Tönung der Gläser allein ist kein ausreichendes Indiz für den Schutz. Die Tönung reduziert nur die Blendung vom sichtbaren Licht. UV-Strahlung hingegen ist, wie bereits erwähnt, unsichtbar für unsere Augen.

 

Auch für farblose Brillen in individuellen Stärken ist ein UV-Filter empfehlenswert. Dieser wird durch die Verwendung von höher brechenden Glasmaterialien erreicht und schützt die Augen sicher und zuverlässig.

 

Die Brillenfassung sollte ausreichend große Brillengläser haben und gegen Streulicht von allen Seiten gut schützen und möglichst großflächig die Augen sowie die Augenbrauen abdecken.

 

Mit dem Schutz unserer Augen kann nicht früh genug begonnen werden. Experten raten daher dazu, dass auch Kinder die direkte Sonneneinstrahlung weitestgehend meiden und möglichst schon im Kleinkindalter mit dem Tragen einer Sonnenbrille beginnen.

 

Weitere Informationen zum Thema UV-Schutz finden Sie hier (Bundesamt für Strahlenschutz).

 

Brian Fröhlich M.Sc.

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